Wien – Bratislava – Budapest

Cool es fühlt sich super an, nach einem knappen Jahr Tour Abstinenz endlich wieder auf Achse zu sein. Bekanntlich machten die Ungarn am 1.9.2020 die Grenzen dicht. Deshalb musste ich damals in Wien die Donauroute unterbrechen und fuhr ab Belgrad weiter (siehe Etappe 3). Ab dem 1.7.2021 und den nächsten zwei Wochen will ich nun das fehlende Puzzleteil von Wien nach Belgrad ergänzen.

Mit dem Covid Zertifikat bin ich problemlos nach Österreich gekommen. Was die Slowakei betrifft ist es für mich etwas ungewiss, denn das Schweizer Covid Zertifikat ist eben noch nicht in der gesamten EU anerkannt und bezüglich Einreisebestimmungen bekommt man sehr unterschiedliche Antworten. So beschliesse ich direkt am Donauufer in die Slowakei einzureisen und nicht auf dem offiziellen beschilderten Donauradweg über die besetzte Grenze zu pedalen. Es ist mir schon ein bisschen mumlig zu Mute und ich komme mir irgendwie vor wie ein illegaler Einwanderer, der allerdings alle nötigen Dokumente mit sich führt! UND plötzlich ist der Fahrweg fertig…ich laufe durch Felder, dann durch ein Waldstück, von wo aus ich Grenzsteine erblicke. Voilà rüber geht’s! Keine Grenzpolizei weit und breit! Bald ist wieder ein Fahrweg zu finden und so kurble ich gemütlich nach Bratislava rein.

Die nächsten Tage bringen mich an der slowakischen Seite alles dem Gewässer nach auf sensationellen Velowegen bis Esztergom. Einfach Traumhaft!                                                                                                                                    „Donau so blau, so schön und blau, durch Tal und Au, wogst ruhig du hin“    In der Ortschaft Vac, macht die Donau einen beinahe rechtwinkligen Knick. Diese Stelle nennt sich Donauknie. Bald danach folgt die Einfahrt nach Budapest. So entspannt bin ich noch nie in eine Metropole hinein geradelt. Ich bin begeistert und beeindruckt zugleich.                                                                                                                                                                                                  Die Hauptstadt Ungarn habe ich bereits schon vor ein paar Jahren als Tourist besucht. Trotzdem will ich wieder ein paar zusätzliche Eindrücke gewinnen und habe mir für einen Tag ein Fahrrad gemietet. Schon etwas komisch, ein Fahrrad mieten obwohl man doch ein eigenes besitzt. Tja die möglichen Diebe können überall auf der Welt aktiv sein. Darum ist es mir lieber, wenn mein Flow im Hotelzimmer steht. Das Mietvelo kann ich dann unbesorgt irgendwo einfach abschliessen, gemütlich in einen Laden, eine Kirche, etc. Natürlich soll auch dieses Velo nicht geklaut werden aber falls doch, dann würde meine Reise trotzdem morgen weitergehen. Andres bei meinem eigenen Fahrrad. So eins kann man nicht einfach um die Ecke besorgen.

Nach dem Sightseeing werden wieder die Vorräte aufgefüllt (Nüsse,Reiswaffeln,Früchte) und die Wäsche gewaschen.  Abends dann in ein renommiertes indisches Restaurant und anstatt ungarisches Gulasch, geniesse ich Nan, meinen lieblings Reis Jeera (Kreuzkümmel), Dal und weitere Köstlichkeiten. Doch immerhin bleibe ich mit dem Getränk beim einheimischen Bier :-).

Gute Nacht, morgen geht’s weiter Richtung Süden und natürlich alles der schönen blauen Donau entlang!

Weitere Erlebnisse

1

Wien – Bratislava – Budapest

2

Budapest – Solt – Moacs

3

Moacs – Novi Sad – Belgrad