Tulcea – Constanta – Varna
Weshalb sich das Ende der Donauroute nicht in Tulcea, sondern erst in Constanta befindet entzieht sich meiner Kenntnis. Irgendwie finde ich das nicht ganz logisch. Wie auch immer!
Fortan geht es für mich nicht mehr der schönen blauen Donau entlang.
Die Strecke nach Constanta gefällt mir aber auch sehr gut. Wenig Verkehr, gute Strassenqualität und zu meinem Glück einen angenehmen Rückenwind, der dazu führt, dass ich die vielen happigen Steigungen jeweils locker hinaufsprinte.
In Mamaia geht es über eine 7 Kilometer lange Landzunge, die ich mir so wie Key West vorgestellt habe, jedoch arg enttäuscht werde, weil man das Wasser nirgends beidseitig zu sehen bekommt. Dafür hätte man wohl die Gondel nehmen sollen.
Kurz darauf erreiche ich zum dritten Mal Constanta. Vor einem Jahr als Rega-Patient, letzte Woche zum Besorgen des Hundeabwehrsprays und jetzt endlich so wie ich mir das schon lange gewünscht habe, als Tourenfahrer.
Wie für Finisher der Donauradroute üblich, gilt es auch für mich als erstes eine Abkühlung im Schwarzen Meer zu nehmen.
Dann die Altstadt besichtigen und den grössten Hafen Rumäniens anschauen.
Die Metropole gefällt mir super gut. Rasch ist die Vermischung zwischen Europa und Orient deutlich spürbar. Leider ist das Casino wegen Umbau geschlossen und es wird nichts mit dem Millionengewinn. Umso mehr läuft im Park und es herrscht Partystimmung. Trotzdem stehe ich am nächsten Morgen bereit zur Weiterfahrt an der Küstenstrasse alles Richtung Süden.
Die Route ist recht unterhaltsam. Immer wieder stoppe ich kurz für ein Fotoshooting.
Zum Glück sind die Strassenschilder mit den Ortschaften in der Regel auch in lateinischer Schrift angeschrieben, so dass ich nicht ungewollt auf dem Jupiter lande.
Meine Herausforderung auf dieser Europastrasse E87 ist es, möglichst immer auf dem Strassenstreifen ganz rechts zu fahren. Vergisst man das kurz, so kommt sicher gerade ein von der Gegenfahrbahn überholendes Auto frontal auf mich zu und es bleibt wenig Platz übrig, deswegen gilt es äusserst konzentriert zu bleiben. Das Handy ist in der Trikottasche verstaut und auf lautlos gestellt, so werde ich nicht abgelenkt.
In Varna geht’s noch kurz zum Hafen und Beach, bevor ich mir abends ein leckeres Ratatouille koche.