Ost Kuba

WOW ich bin am Meer, beim Leuchtturm in Punta de Maisi am östlichsten Punkt in Kuba. Mir gefallen Orte, wo die Strasse endet oder beginnt….  Für mich beginnt es HIER und JETZT! Das ABENTEUER quer durch Kuba. Ein Land mit rund 110’000 Km2 und 11 Millionen Einwohner.  Beim Start habe ich immer ein Ziel vor Augen und viele Gedanken wie ich ans andere Ende gelangen werde.  Und doch ist da stets die Ungewissheit ob alles aufgeht und ob die zur Verfügung stehende Zeit reichen wird, um das Vorhaben umzusetzen.  Startschuss…. vorerst steigt es heftig bis erste Wälder erreicht sind. Dann führt der Weg bald wieder steil runter und entlang der Küstenstrasse bis nach Imias.Kurz vor Ankunft stelle ich fest, dass meine Gabeltasche komische Bewegungen macht.  Ups da fehlt eine der drei Schrauben… Zum Glück bin ich jetzt im Ort. Anstatt mich etwas auszuruhen, beginnt die Suche nach einer geeigneten Schraube. Eigentlich nichts Sonderliches und bei uns in Europa kann man solche Schrauben so gut wie überall kaufen. Nicht in KUBA!!! Nach dem dritten Fahrradgeschäft, wo der Mechaniker rasch abwinkt, muss ich die Suchaktion anders gestalten. Baumärkte gibt es nicht, Garagen finde ich keine. Die sogenannten „Supermärkte“, kennt man auf der Insel nicht.  Also frage ich links und rechts so viele Leute wie möglich, nach einer entsprechenden Schraube. Endlich nach mehr als einer Stunde richtig hartnäckiger Arbeit, meint ein Mann —- Ah wir gehen zu Josua. Der kann bestimmt helfen denn Josua ist ein begeisterter Velofahrer und dazu Hobbymechaniker. Der Passant, nimmt sich sogar die Zeit um mich bis vor Josuas Haus zu bringen und klinget dort.  Prompt ist dieser zu Hause und empfängt mich wie ein Ehrengast. Im Garten öffnet er seine Werkstatt und präsentiert mir ein Arsenal an Kartonschachteln mit Schrauben. Problem gelöst. Ich verbringe dann noch etwas Zeit um mit Josua über das Tourenfahren zu plaudern. Es zeigt sich schnell, dass Josua ein Velofan ist und dass er mit seiner Familie auch immer wieder Gäste beherbergt. Am liebsten Veloreisende. Er präsentiert mir mehrere Gästebücher mit Handeinträgen… Zurück in meiner Unterkunft geht grad gar nix. Kein Strom, kein Netzempfang und ewig heiss im Zimmer. Mücken überall…Immerhin kann ich mich unter dem Moskitonetz schützen und mit der Stirnlampe in meiner Reiselektüre CUBA Lonely Planet lesen.                                                                                                      Morgen geht es nach Guantanamo. Von dem berühmt berüchtigten Gefängnis kriegt man als Reisender gar nichts mit. Dieses ist ca. 30 Kilometer ausserhalb der Stadt und nicht öffentlich zugänglich.  Bin froh, dass ich so gegen 13 Uhr in Guantanamo City im Casa particular ankomme. Gleich frage ich meine Gastgeberin nach einem Lebensmittelgeschäft und möchte mir Wasser besorgen.  Diese konnte mir nicht wirklich sagen wo ich Wasser bekommen werde. Fand das doch recht eigenartig aber als ich mich selber auf die Jagd nach Wasser machte, verstand ich immer mehr warum….. DENN erst nach ganz langer Suche, kann ich endlich 0.5 Liter erwerben. Das Wasser schmeckt mir gar nicht und auf der Flasche erblicke ich das Datum mit best before 06.2021!!!! Hallo schon fast drei Jahre über dem Datum…  Zurück im Casa gibt es zum Glück momentan Strom und so koche ich mir mit meinem Wasserkocher sofort möglichst viel Leitungswasser ab.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        In Santiago de Cuba gleich gegenüber der Imposanten Kathedrale, befindet sich der Parque Céspedes und es wimmelt von Leuten an Ihren Handys. Ihr Bedürfnis ist simpel…..Sie profitieren vom Netzempfang den dieser ist rat in Kuba und in Ihrem zu Hause haben sie nur selten Strom. OHNE Strom = kein Router-Empfang = Kein WIFI Empfang.                                                                                                                                                                                                           In Las Tunas will ich in eine Apotheke. Der Gastgeber meint jedoch ich kann mir diesen Gang ersparen, denn es gibt garantiert keine Pflaster. Kaum zu glauben. Die Leute stehen Schlange vor der einen Apotheke und ich muss erfahren, dass mein Gastgeber natürlich Recht hatte. Eine solche Knappheit und Mangel an Produktangebot und an Gütern habe ich bisher noch in keinem Land erlebt.

 

 

 

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