Zentral Kuba
Wahnsinn, mein Frühstück wird pünktlich auf die von mir gewünschte Zeit um 5 Uhr morgens serviert, damit ich noch vor der Dämmerung losfahren kann. Denn tagsüber wird es schnell sehr, sehr heiss und der Carretera Central führt vorwiegend durch das Landesinnere. Drum möchte ich idealerweise jeweils spätestens gegen 13Uhr am Tagesziel eintreffen. Die Strassen sind oft wie leergefegt (nicht zuletzt auch wegen dem Benzinmangel). Sogar auf der Autopista bin ich kilometerweit alleine unterwegs. Richtig angenehm als Verkehrsteilnehmer auf dem Velo trotz der vielen Löcher im Strassenbelag. Mir gefällt das Vorankommen in Kuba. Die Leute sind unheimlich hilfsbereit und offen. Durch den schlechten Netzempfang kann ich mein Handy und Google Map unterwegs vergessen. Drum frage ich immer wieder nach dem Weg und so komme ich mit vielen Leuten ins Gespräch. Meine Spanisch Kenntnisse verbessern sich rapide. Endlich finde ich einen Panamerica Tienda, der geöffnet hat und weil es auch grad ausnahmsweise Strom gibt, kann man eintreten. Enttäuschend schnell bin ich durch, denn viel Auswahl gibt es nicht. Etwa 20 mega grosse Regale. Regal 1 mit Spaghetti. Eine einzige Sorte und eine einzige Marke mit Packungen a 500 Gramm. Von links nach rechts und oben nach unten, geschätzt 2000 identische Exemplare. Dann kommt man schon zum Regal 2…
In Santa Clara, an der Fassade vom Hotel Santa Clara sind noch Schusslöcher und Spuren der Revolution zu sehen. Die Befreiung im Jahr 1958 durch den Volksheld CHE ist hier unheimlich präsent und in den Herzen und Köpfen der hiesigen Cubaner irgendwie spürbar. In diesem Geschichtenträchtigen Hotel nächtige ich im 8. Stockwerk zur ruhigen Seite raus und mein Gravel Bike FLOW ist mit im Zimmer.